Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch (RVST)

Die Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch (RVST) stellt sich vor

 

Auf dem Dach der Klaus-Groth-Schule in Tornesch im Kreis Pinneberg steht die Kuppel unserer Sternwarte, ein weithin erkennbares äußeres Zeichen für die aktive Beobachtung des Himmels in unserer Region.

 Und hier finden Sie uns:

D-25436 Tornesch, Klaus-Groth-Straße 11

Geogr. Breite: 53° 41‘ 25.16“ N

Geogr. Länge:   9° 42‘ 37.37“ O

 

Das Herzstück der RVST in Tornesch (Foto: Bodo Hübner)

 

Zunächst ein chronologischer Abriss zur Vorgeschichte:

Die Astronomie in Tornesch ist fest verbunden mit dem Namen Bodo Hübner, der 1989 eine private Sternwarte errichtete, später Astronomiekurse in der Volkshochschule gab und in der Regionalzeitung eine feste Seite „astronomisches Monatsthema“ gestaltete. Im Dezember 1993 gründete er mit VHS-Kursteilnehmern den monatlichen Astro-Stammtisch, der sich noch heute großer Beliebtheit erfreut – jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 20 Uhr in „Krögers Gasthof“. Der Stammtisch ist kein Verein; dennoch haben die Teilnehmer intensiv daran mitgewirkt, dass Tornesch eine Sternwarte bekommt.

 

Rege Diskussion am Stammtisch (Foto: Mustafa Basaroglu)        In Erwartung der Perseiden (Foto: Bodo Hübner)

 

Parallel dazu traf sich ein Quartett von vier pensionierten Wissenschaftlern (drei Physiker und ein Mathematiker) monatlich seit Sommer 1998, um sich mit Grundlagen und aktuellen Fragen der Astrophysik sowie der Kosmologie und Kosmogonie zu befassen. Dieser Kreis nannte sich ILIAS, für „Interessengemeinschaft von Liebhabern der Astronomie“.

Aus beiden Gruppen wurde im Jahre 1999 der Verein „Regionale Volks- und Schulsternwarte Tornesch e V“ gegründet, mit dem Ziel, eine kleine Sternwarte zu errichten. Der Verein, mit Vorsitz von Dr. Gerhard Rust, hatte 25 Mitglieder. Zu dieser Zeit wurde der Ausbau der Realschule Tornesch zu einer Gesamtschule geplant. Der Verein nahm Kontakt mit Herrn Krügel, dem Bürgermeister, zugleich Vorsitzenden des Schulverbandes Uetersen-Tornesch, auf. Ergebnis: Die Sternwarte wurde in die Planung integriert. Als Dr. Rust im Jahr 2002 leider verstarb, wurde Helmut Wolff Vorsitzender des Vereins.

 

Jetzt ein Sprung zur heutigen Situation:

Nachdem 2006 die Kuppel fertig gestellt war, konnte zwei Jahre später dank Sponsoren das große 14-Zoll Spiegelteleskop von Celestron bestellt werden. Im Jahr der Astronomie 2009 wählte der Verein einen neuen Vorstand mit Bodo Hübner an der Spitze. Das Teleskop wurde nun zügig aufgebaut und ist seit 2010 in Betrieb. Der Verein ist mit Hübners Stammtischrunde zusammengewachsen und zählt heute 40 Mitglieder; die Aktivitäten sind vielfältig:

Mitgliederversammlung des RVST (Foto: K. Engeldinger)

 

Da ist einmal die wichtige Zusammenarbeit mit der Klaus-Groth-Schule. Das Teleskop wird dem Physiksaal vernetzt, um es via Bildschirm im Unterricht zu nutzen. Zudem bietet die Sternwarte den beiden Astro-AGs optimales Arbeiten. Geplant ist die Anschaf-fung eines speziellen Teleskops mit H-Alpha Filter zur Beobachtung der Sonnenaktivität, denn Schulunterricht findet meist tagsüber statt.

Regelmäßig lädt der Verein zur Himmelsbeobachtung ein für jedermann am Teleskop in den „Tornescher Astronächten“ oder im freien Feld zum Zählen von Meteoren, z.B. der „Perseiden“ im August. Daneben gibt es in Abständen öffentliche Vorträge über astronomische Themen.

Ferienaktion Teleskop-Bau (Foto: K. Engeldinger)

 

Jüngste Aktionen in 2011 waren zum Einen die Ausrichtung des „Ersten Norddeutschen Sternwarten-Treffens“ im Juni in Tornesch, das in der deutschen Astroszene besondere Beachtung erfuhr und den Grundstein für weitere Zusammenarbeit bildet. Und dann fand im Juli die zwei Tage dauernde Ferienaktion „Schüler bauen ihr eigenes Teleskop“ statt, an der sich 3 Mädchen und 6 Jungen beteiligten. Die Kinder konnten am Ende ihr selbst hergestelltes Teleskop incl. Stativ mit nach Hause nehmen – bei nur 5,-€ Beitrag für´s Mitmachen. Möglich wurde das durch Zuschüsse vom Kreisjugendring und dem RVST.

 

Karl Engeldinger