St. Andreasberg - Projekt in Gefahr!

Liebe Sternfreunde,

im Oberharz (Braunlage) ist ein nächtlich beleuchtetes Skigebiet mitten in der Natur am Wurmberg geplant. Einher geht damit eine Zerstörung von schützenswerten Naturbereichen. 

Wir erfuhren vom Ablauf einer Frist zur Stellungnahme/zum Widerspruch 3 Tage vor Weihnachten. Wenige Stunden vor Ablauf reichte unser Verein diese ein. Wie Ihr in der folgenden Präsentation unserer zwei Projekte sehen könnt, sind wir auf gutem Wege zur Zertifizierung dieser Region zum Sternenpark (DarkSkyPark). Es gibt z.Zt. lediglich 3 mögliche Gebiete in Deutschland, für die diese Zertifizierung in erreichbare Nähe rückt.

Wir versuchen in einer sachlichen Auseinandersetzung, den Schaden für die Natur (Schutz des Nachthimmels als Naturgut) und für die Zertifizierung einzudämmen bzw. zu verhindern. Es ist aber schwierig, wenn Menschen im Harz, die darauf hoffen, dass sie durch solch ein Projekt mehr Einnahmen erzielen (Ski-Zirkus, winterliches Ballermann-Feeling ... Nacktrodeln, etc.) den Sachargumenten nicht folgen können. Dem objektiven Naturliebhaber wird schnell klar, dass sich der Harz damit den Haupt-Ast (Natur), auf dem er sitzt, selbst absägt.

Gutachten und Planungen sowie die Stellungnahmen haben inzwischen einen Umfang von mehreren hundert Seiten. Wir werden versuchen, diese zumindest teilweise zu verlinken, damit man sich ein Urteil bilden kann.

Die Diskussionen werden inzwischen auf vielen Ebenen geführt. Hier ein paar Links:

• www.AstroTreff.de

• www.Facebook.de

Für einen dunklen Nachthimmel

Utz Schmidtko (1.Vors.)



Sternwarte St. Andreasberg e.V.

Die besondere Höhenlage (725m ü. NN) von Sankt Andreasberg prädestiniert unsere Bergstadt für das ehrenamtlich vorangetriebene Sternwartenprojekt. Der hierfür eigens gegründete Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke: die Förderung der Errichtung und den Betrieb einer Sternwarte, um einer breiten Öffentlichkeit astronomische Grundlagenkenntnisse zu vermitteln. Dies geschieht insbesondere durch astronomische Beobachtungen, Vorträge, Führungen, Ausstellungen und Exkursionen.

Die derzeitige Planung sieht ein Sternwartengebäude mit einem Vortragsraum für bis zu 40 Personen vor. Eine computergesteuerte Sternwartenmontierung (Typ Knopf MK70F) soll einen 14 bis 16 Zoll Reflektor (Spiegelfernrohr mit 350 bis 400mm Durchmesser), sowie einen 5 bis 6 Zoll Refraktor (Linsenfernrohr mit 125 bis 150mm Durchmesser) tragen. Eine weitere computergesteuerte Montierung soll zusätzliche Instrumente aufnehmen können. Im Vortragsraum gestattet ein lichtstarker Full-HD-Beamer die Projektion von Planetariums-Software, Filmen und Fernrohr-Live-Bildern auf eine Großbildleinwand. Auch die Projektion auf eine Planterariums-Kuppel mit 8m Durchmesser wäre denkbar und ist von den finanziellen Möglichkeiten abhängig.

 

  Die Sternwarte St. Andreasberg im Internet: www.sternwarte-sankt-andreasberg.de                          

Unsere Ziele

der Bau einer Sternwarte (725 m ü. NN)

einer breiten Öffentlichkeit astronomische Grundlagenkenntnisse zu vermitteln. Schwerpunkte Bereich Bildung und Förderung des Astrotourismus.

Wir schaffen eine erlebnisorientierte Infrastruktureinrichtung im Bereich Naturtourismus.

 

Wer?

Der gemeinnützige Verein Sternwarte St. Andreasberg e.V.

Ein junger, sehr aktiver Verein mit 50 Sternfreunden aus ganz Niedersachsen (darunter z.B. Amateurastronomen, Spezialisten in Astro-Elektronik, Optik, Lichtverschmutzung, intelligente Lichttechnik, Lehrer, Ingenieure, Pensionsbetreiber)


„Wir bringen Menschen den Himmel nah“

 Milchstraße und Sternen sind in den meisten Gegenden kaum noch zu sehen.

Wir bringen Menschen jeden Alters -  besonders auch behinderten Menschen -  den Himmel wieder etwas näher. 

Einer am besten geeigneten Standort einer Sternwarte in Niedersachsen.

Ein Schwerpunkt: Vermittlung astronomischer Kenntnisse an Kinder und Jugendliche durch Vorträge, praktische Projekte und Workshops. Z.B. auch in Schulen oder bei Pfadfinder-gruppen

Viele Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene erleben und kennen den Sternenhimmel kaum noch.

Gründe sind z.B. die zunehmende Lichtverschmutzung oder auch die Lebensweise von Kindern und Jugendlichen z.T. in „virtuellen Welten“.

Die geplante Sternwarte – in unmittelbarer Nähe von vier Schullandheimen – kann durch unsere geplanten Angebote im Bildungsbereich  (Vorträge, Führungen, Workshops, Beobachtungsabende am außerschulischen Lernort für alle Schulstufen und –arten) eines Tages eine der größten Schulsternwarten Niedersachsens werden.

 


Eine neue Tourismusform   –   der Astrotourismus


Wir fördern die Entwicklung des Astrotourismus im Oberharz

Viele deutsche Amateurastronomen verbringen jährlich ihren Astro-Urlaub z.B. in Namibia oder auf den Kanarischen Inseln.

St.Andreasberg bietet an vielen Tagen des Jahres ideale Bedingungen für die Beobachtung von Sternen. Auf einer geplanten Außenterrasse der Sternwarte sollen Astronomen auch durch eigene  Teleskope Himmelsobjekte beobachten können.

 Wir veranstalten schon jetzt regelmäßig Vorträge und Beobachtungsangebote für Touristen, Tage der Astronomie in Deutschland, sog. Nächte der offenen Tür; Arbeitskreise, Astro-Abende, Exkursionen und  Ausstellungen. Eine Großveranstaltung besonderer Art ist das alljährliche Teleskoptreffen STATT (Sankt Andreasberger Teleskoptreffen).

Hier reisen zahlreiche Amateurastronomen aus ganz Deutschland z.T. mit ihren Familien für ein Wochenende nach St. Andreasberg. Sie beobachten nachts den einmaligen Sternenhimmel und tagsüber die Sonne. Ein hochkarätiges Rahmenprogramm mit Vorträgen von Wissenschaftlern und Amateuren sowie ein besonderes Programm für Kinder und Jugendliche locken jedes Jahr mehr Sterngucker in den Oberharz.

Diese Sternfreunde und auch deren Kinder und Jugendliche werden in den kommenden Jahren auch als Touristen diese Region mit ihren zahlreichen Angeboten besuchen.

Durch Kooperation mit den Schullandheimen und/oder dem Internationalen Haus Sonnenberg werden die Attraktivität dieser Einrichtungen erhöht und vorhandene Kapazitäten besser ausgenutzt.


Weitere Schwerpunkte:

-        Kooperation mit  anderen Astronomie-Organisationen.

-        Vernetzung mit den norddeutschen Sternwarten.

-        Historische Astronomie: z.B. Aufarbeitung und Installation einer alten Sonnenuhr (1754) in Sankt Andreasberg

Wir arbeiten daran, den  natürlichen Nachthimmel und damit einen Teil des Natur- und Kulturerbes zu bewahren. So führen wir Licht- und Himmels-messungen im Oberharz durch, um die Himmels- und Beobachtungsqualität in eine offizielle bundesweite Karte einzutragen. Im April 2011 organisierte der Verein in St.Andreasberg die Ausstellung  „Lichtverschmutzung“ und„Ökologische Stadtbeleuchtung“.

           Wir haben:

-        eine aktive Öffentlichkeits-  und  Pressearbeit;

-        eine eigene Homepage (mit etwa 20 000  Aufrufen in 2010);

-        viele Beiträge in großen Astronomieforen

-        eine positive Außenwirkung durch Corporate Identity (CI): Logo, homepage, T-Shirt, Briefpapier etc.

-        Kontakte und Kooperation mit Verwaltungen, Behörden bis auf Landesebene (z.B. Kultusministerium).

 

Warum möchten wir die Sternwarte genau an dieser Stelle bauen?

Dieser Standort ist einer der am besten geeigneten in Niedersachsen.

Er zeichnet sich aus durch:

-        eine einmalige Höhenlage,

-        trübungsarme Luft,

-        absolute Dunkelheit (liegt fern von beleuchteten Städten) und

-        hervorragende Sichtbedingungen.

 Ein weiterer Vorteil ist die unmittelbare Nähe zu mehreren Schullandheimen. Das ermöglicht die Einbindung der Sternwarte in dem Bereich Bildung/Schulen – die Sternwarte St.Andreasberg wird so zum außerschulischen Lernort.

 Eine gute Verkehrsanbindung ist gegeben.

 

Unser Beitrag zum Schutz der Natur

Die geplante Sternwarte befindet sich im Naturschutzgebiet Oberharz.

Wir bemühen uns – auch im Zusammenhang mit der Initiative Sternenpark St. Andreasberg/Oberharz –  um den Naturschutz.

Es wird durch die Sternwarte – so die Tendenz eines in Auftrag gegebenen Gutachtens – keinen nachteiligen Eingriff in die Natur geben.

Durch unsere Initiativen und unser Engagement werden wir zum Schutz und zur Bewahrung des dunklen Nachthimmels als Element der Natur beitragen.

 

Unser zweites Projekt

Sternenpark St.Andreasberg/Oberharz

 Weil die nächtliche Beleuchtung (die Astronomen sprechen hier auch von Lichtverschmutzung)  relativ gering ist, eignet sich das Gebiet des Nationalparks Harz – und in besonderer Weise die Gegend um Sankt Andreasberg – hervorragend für astronomische Beobachtungen. Gemeinsam mit dem Naturpark Westhavelland und dem Biosphärenreservat Rhön ist unser Standort damit eines der wenigen Areale in Deutschland, die für eine

 Anerkennung als „Dark Sky Park“ durch die International Dark Sky Association (IDA)

in Frage kämen. Die IDA ist eine international tätige Vereinigung, die sich für den Schutz von besonders geeigneten astronomischen Beobachtungsplätzen einsetzt.

Eine solche „Sternenpark-Auszeichnung“ gilt in der Astronomie-Szene als hohe Auszeichnung und sorgt für eine große Bekanntheit der ausgezeichneten Region unter Amateur-Astronomen und somit potentieller Astro-Touristen. Mehr noch als  eine Sternwarte ist eine Sternenpark-Auszeichnung damit als

ein wichtiger touristischer Faktor

einzustufen. Europaweit existieren derzeit nur vier anerkannte Sternenparks.

Mit der regelmäßigen Organisation astronomischer Beobachtungsevents und Vorlesungen sowie dem Betrieb von Messstationen zur Überwachung der Beobachtungsqualität sorgt unser Verein dafür, dass die wichtigsten

Voraussetzungen für die Anerkennung eines Sternenparks

– neben der Beobachtungsqualität an sich – in Sankt Andreasberg bereits heute erfüllt werden. Während der kommenden Jahre wollen wir unser Engagement weiter ausbauen und damit parallel zum Bau unserer Sternwarte

die internationale Anerkennung des landschaftlich einmaligen Nationalparks Harz als Sternenpark vorantreiben.

Erste Schritte in Richtung dieses großen Ziels sind bereits getan – so wurde Sankt Andreasberg 2011 in die Liste der „StarParks“ der von der UNESCO unterstützen Starlight Initiative aufgenommen, die sich weltweit dafür einsetzt, exzellente astronomische Beobachtungsplätze bekannt zu machen:

www.onestar-awb.org/starparks/sankt-andreasberg-starpark

 

Sankt Andreasberg und die geplante Sternwarte

ist im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Sternwartenvereins in der Astronomie-Szene Deutschlands ein Begriff.

 

Aktueller Stand und Ausblick

Anerkennung: Sankt Andreasberg wurde 2011 in die Liste der „StarParks“ der von der UNESCO unterstützen Starlight Initiative aufgenommen.

Grundstück: Wir haben ein Grundstück in optimaler Lage (direkt neben drei Schullandheimen). Es erfüllt hervorragend astronomische Kriterien (Dunkelheit, lichtgeschützt, kein Autoverkehr) Wir stehen kurz vor Abschluss des Kaufvertrages.

Gutachten: Nach Vorgaben und Ergebnissen eines Runden Tisches im Januar 2011 im Landkreis Goslar mit allen an der Entstehung und am Bau der Sternwarte beteiligten Behörden wurden Fachleute beauftragt, ein naturschutzfachliches Gutachten zu erarbeiten und zu erstellen.

Bauplanung: Da es in Deutschland kaum Architekten gibt, die eine Sternwarte geplant und den Baufortschritt begleitet haben, erarbeiten Mitglieder des Vereins Entwürfe und konkretere Planungen. Diese werden anschließend von Bauingenieuren, Statikern und Architekten ausgearbeitet.

Zeitplanung: Wir planen den Beginn der ersten Bauphase für Herbst 2012.

Finanzierung: Ein Finanzteam unseres Vereins erarbeitet z.Zt. Wege der Finanzierung.

 

Unsere Vision

Bau und Betrieb einer Sternwarte mit Beobachtungsmöglich-keiten für jedermann; Vorträge, Workshops, praktische Astronomie für Kinder und Jugendliche, für Touristen und Ortsansässige und alle naturinteressierten Gäste.

 

... wir bitten Sie um Unterstützung dieses Vorhabens

 

 

 

 

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