NAFT 2009 Cuxhaven

Am 24. Oktober 2009 in Cuxhaven

Am 24. Oktober 2009 fand in Cuxhaven ein Treffen statt.

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Zitat der Mitteilung von Benjamin Rinna:

Wir (die GvA Hamburg und die GvA Ortsgruppe Cuxhaven) haben gestern beschlossen das Herbst-NAFT 2009, nach fast 30 Jahren unnötiger Pause ;-), das erste Mal wieder in Cuxhaven auszurichten. Als Termin haben wir uns auf Samstag den 24.10.2009 geeinigt und freuen uns natürlich über möglichst viele Besucher hier in "Cuxendorf". Für ein kleines Rahmenprogramm neben der eigentlichen Veranstaltung wird entsprechend gesorgt.

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Mitteilung von den Cuxhavenern (leider mit sehr viel Verzögerung, durch den Webmaster verursacht):

Hallo Freunde des NAFT,
als Erstes seid alle recht herzlich gegrüßt von den Kollegen der Max-Koch-Sternwarte (GvA) hier in Cuxhaven. Nach nun fast 30 Jahren der "astrofotografischen Abstinenz" und dem Überspringen einer ganzen Generation von Hobby-Astronomen haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr das Herbst-NAFT 2009 auszurichten.

Seit der Ausrichtung des ersten NAFT im Jahr 1980 hier in Cuxhaven hat sich einiges verändert und es konnte in unseren Reihen über eine lange Zeit leider nur sehr wenig Astrofotografie betrieben werden. Nach dem Tod des Sternwartengründers Max Koch im Jahr 1986 wurde es in den nachfolgenden Jahren in der Cuxhavener Astroszene allgemein leider sehr ruhig und erst im Jahr 1989 formierte sich wieder eine kleine Gruppe "altgedienter Astrojünger" die bis ins Jahr 1993 die Fahne der Astronomie in Cuxhaven hochhielt.

Was in diesen Jahren allerdings viel zu kurz kam, waren die Öffentlichkeitsarbeit und auch der Aufbau von Kontakten zu anderen Amateurastronomen, außerhalb von Cuxhaven. Zur chronischen Unterbesetzung der Max-Koch-Sternwarte kam im Jahr 1996 auch noch ein notwendiger Umbau der gesamten Räumlichkeiten und der Dachkonstruktion, da das ursprüngliche Wellblechdach der Beobachtungsstationen im Laufe der Jahrzehnte stark undicht geworden war. Glücklicherweise konnte zu diesem Zeitpunkt eine richtige Sternwartenkuppel mit einem Durchmesser von 3,20 m eingebaut werden, so dass für einen glücklichen Neuanfang schon einmal der Grundstein gelegt werden konnte.

In den darauf folgenden Jahren begann dann nach und nach auch wieder die Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen und astronomischen Führungen. Durch diese Arbeit konnten auch wieder zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden, die unser Team seit dieser Zeit immer mehr vergrößert und sich mit neuen Interessen im Verein eingebracht haben.

Während die Öffentlichkeitsarbeit zwischen 2003 und 2008 durch ständig steigende Besucherzahlen bis an die Grenze unserer Räumlichkeiten ausgebaut werden konnte, können wir uns jetzt durch die größere Zahl aktiver Mitglieder endlich auch wieder mehr mit eigenen Themen wie der Astrofotografie beschäftigen.

Um unsere Rückkehr in die aktive Astroszene einzuläuten haben wir deshalb im Winter 2008 beschlossen die Cuxhavener Fotogruppe wieder zu reaktivieren und mit unserem 14" Schmidt-Cassegrain- Teleskop in die Tiefen und Untiefen ;-) der Astrofotografie einzusteigen. Neben nun optimalen Räumlichkeiten und einer runderneuerten technischen Ausstattung sind wir jetzt endlich in der Lage, auch in die Welt der digitalen Astrofotografie vorzustoßen. Was jetzt noch fehlt ist eine große Portion Erfahrung, die aber im Laufe der kommenden Jahre gesammelt werden soll.

Um diese Reaktivierung schon einmal in gelenkte Bahnen zu führen und auch die Zusammenarbeit mit der GvA Hamburg und GvA Kiel wieder aufleben zu lassen, haben wir uns dazu entschlossen die Herbst NAFT 2009 zu veranstalten und hoffen, möglichst viele von euch bei uns begrüßen zu können. Wir werden zwar noch nicht viele astrofotografische Highlights präsentieren können, werden aber für ein bestmögliches Umfeld sorgen (schließlich hatten wir jetzt ja fast 30 Jahre Vorbereitungszeit :-)) ). Bei bestimmten Wünschen oder Fragen zur Herbst NAFT wendet euch bitte an die folgende E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Bis dahin wünschen wir euch allen Clear Skies

Rudolf Lorenzen / Benjamin Rinna

Anschrift für das Herbst-NAFT 2009 in Cuxhaven:
Max-Koch-Sternwarte Cuxhaven (GvA)
Berufsbildende Schulen Cuxhaven
Pestalozzistrasse 44
27474 Cuxhaven
Tel.: 04721 / 22393 (Sternwarte)
oder 04721 / 62657 (Rudolf Lorenzen)
oder 0163 / 641 641 0 (Benjamin Rinna)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.gva-cuxhaven.de

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Das von Rudolf Lorenzen und Benjamin Rinna organisierte Treffen fand am 24. Oktober 2009 in der Nordseestad Cuxhaven in der dortigen Sternwarte statt (wie schon 1980, dort aber anderer Ort).


Das übliche Gruppenbild, diesmal von Uwe Freitag:

Gruppenfoto des NAFT 2009 in Cuxhaven von Uwe Freitag /             ACHTUNG: Namen noch einzutragen.
Gruppenfoto des NAFT 2009 in Cuxhaven von Uwe Freitag: Namen noch einzutragen. Klick auf das Bild für ein größeres Bild!

Ein Bericht aus dem Astrotreff.

Ein Tagungsbericht von Manfred Holl:

Zehn GvA-Mitglieder fuhren am 24. Oktober 2009 mit dem Zug zum Norddeutschen Astrofotografentreffen nach Cuxhaven an die Nordsee. Erlebnisreiche Stunden sollten bevorstehen.

Nahezu pünktlich trafen an diesem Samstagmorgen alle am Reisezentrum des Hamburger Hauptbahnhofes in der Wandelhalle ein. Zwei Niedersachsentickets für den Metronom wurden gelöst und kurz darauf saßen alle in dem bequemen Zug: Carolin Liefke, Klaus Bussian, Hartwig Lüthen, Wolfgang Moldenhauer, Jürgen Prahl, Konstantin von Poschinger, Ralf Richter, Michael Steen, André Wulff und ich. Bequem, sich schon mal durch Klönen auf den Tag einstimmend und für weniger als 10 Euronen nahmen wir die Strecke bis ins Nordseeheilbad Cuxhaven in fast zwei Stunden. Es war nur ein kurzer Fußweg an diesem überwiegend herbstlich-nebligen Tag nötig, bis wir an der Max-Koch-Sternwarte der GvA-Gruppe Cuxhaven in der Pestalozzistraße ankamen.

Im Kellergeschoss erwartete uns eine Cafeteria, die es wahrlich in sich hatte: Mit vorzüglicher Bewirtung durch reichliche Mengen Kaffee und leckeren, belegten Brötchen bereiteten wir uns auf die kommenden Stunden vor. Der Umfang der Mittagstafel setzte dabei Maßstäbe für künftige NAFTs. Bei der Gelegenheit erhielt die Abkürzung auch eine neue Langform: Nur Am FutterTrog!

Da das Treffen in einer Schule stattfand, verteilten sich die Aktivitäten an diesem Tage über mehrere Stockwerke. Während wir im Keller speisten, konnte später in der 2. Etage den Vorträgen gelauscht und in der 3. die Sternwarte besichtigt werden. Hierhin gab es schon vor dem eigentlichen Beginn des Treffens erste Führungen.

Gut gesättigt und gestärkt machten wir uns schließlich auf den Weg in den Vortragsraum im 2. Stock. Nach einer kurzen Ansprache begann Benjamin Rinna sogleich mit einem kleinen Referat über die astrofotografischen Aktivitäten in Cuxhaven. Dabei stellte er die Sternwarte vor und betonte, dass es hier erst seit Anfang 2009 eine Astrofotogruppe gibt, die sich dafür gleich ein ehrgeiziges Projekt ausgesucht hat. Mit Hilfe des Freeware-Programms Terragen und rund 3000 Einzelaufnahmen des Mondes wurde aus den darin enthaltenen Hell- und Dunkelwerten (die in Höhenreliefs umgewandelt wurden) ein etwa einminütiges Video eines Fluges über die Mondoberfläche generiert. Wenngleich die Spitzen, die den höchsten Helligkeitswerten entsprechen, und die Tiefen, die aus den niedrigsten Dunkelwerten entstanden, zwar noch ein wenig übertrieben und wirklichkeitsfern wirkten, zeigte sich jedoch deutlich das Potenzial dieses Programms.

Vier Mitglieder der GvA waren im letzten Sommer nach Namibia gereist (s. Artikel in diesem Heft) und Hartwig Lüthen führte hier als Erster seine Ergebnisse aus dem fernen Süden sowie Impressionen der einmaligen Landschaft und der faszinierenden Tierwelt in der ehemaligen deutschen Kolonie vor. Für die Deep-Sky-Aufnahmen verwendete er auch die auf der Farm Tivoli vorhandenen Geräte und zeigte Bilder vom Helixnebel, Omega Centauri, dem Milchstraßenzentrum mit M 7, M 8 und M 20, Eta Carinae, dem Katzenpfotennebel, 47 Tucanae, NGC 253, Centaurus A, von verschiedenen Dunkelwolken, NGC 55, der Antaresregion und vom "rich head nebula" im Orion. Daran schlossen sich Bilder vom Jupiter an, die mit Fitswork speziell bearbeitet wurden sowie Ha-Aufnahmen von NGC 7000, die mit dem Astronomik-Clipfilter in einer modifizierten Canon 300D gemacht wurden. Die Auswertung des Rotkanals führte zu den am deutlichsten wahrnehmbaren Details auf dem Planeten.

Frank Wierny aus Oldenburg berichtete als Nächster unter der Überschrift "Neues aus Portsloge", wie er "in den Sümpfen von Oldenburg" bei schlechtem Seeing und großer Lichtverschmutzung unter Zuhilfenahme des Idas LPR-Filters, einer alccd-6-Kamera von SBIG und verschiedenen Instrumenten seiner Sternwarte M 13, M 27, NGC 6960, NGC 6992, IC 5146, NGC 7023, NGC 7635, den Bubblenebel, NGC 1333 und NGC 691 aufgenommen hatte. Heraus kamen beeindruckende gestackte Bilder, trotz der widrigen Umstände, unter denen sie entstanden waren.

Wolfgang Moldenhauer, der ebenfalls nach Namibia gereist war, präsentierte seine vorwiegend mit kurzen Objektivbrennweiten seiner unmodifizierten Canon 350D entstandenen Bilder von NGC 281, Eta Carinae, dem Flammennebel, dem Pferdekopfnebel, dem Helixnebel, vom Kreuz des Südens samt Kohlensack, dem Lagunennebel, der Kleinen und der Großen Magellanschen Wolke, M 17, M 8, dem Katzenpfotennebel, Omega Centauri und 47 Tucanae. Zuletzt hatte er dann noch ein paar frische Aufnahmen aus der GvA-Außensternwarte in Handeloh dabei, die Sculptor-Galaxie, den Katzenpfotennebel und NGC 7000.

In der nun folgenden, längeren Kaffeepause konnte reichlich Kaffee nachgetankt und Kuchen von erlesenem Geschmack zur Stärkung genossen werden.

Im ersten Vortrag nach der Pause schilderte Konstantin von Poschinger seine Eindrücke der Reise nach Namibia. Die sehr sehenswerten Präsentation begann mit einem Video vom Rundflug über der Farm Tivoli, einer Vorstellung der Sternwarte und den dort vorhandenen Teleskopen, gefolgt von All-Sky-Animationen, kurzbrennweitigen Aufnahmen vom Milchstraßenzentrum, dunklen Wolken am durch die Milchstraße(!) aufgehellten Nachthimmel, Nachthimmel mit Vordergrundmotiven, einen noch nie gesehenen Sonnenaufgang mit der Sonne als schmalen Streifen, Milchstraße mit Gegenschein (in der Jupiter saß), kleine Mosaike der Antaresregion, Animationen, die mit der Astrotrac entstanden und Ha- sowie "Normallicht"-Aufnahmen aus dem Bereich des Kreuzes des Südens, von NGC 4126, M 8, M 16, M 17, M 20, der Kleinen und der Großen Magellanschen Wolke, 47 Tucanae, dem Tarantelnebel, NGC 253, Eta Carinae, Omega Centauri, NGC 55, diversen Gasnebeln, aber auch vielen Reflexionsnebeln und Dunkelwolken, der Umgebung des Orionnebels oder den Details in der GMW rundeten das astrofotografische Bild ab. Im zweiten Teil gab es nicht minder imposante Aufnahmen aus der Tierwelt der Etosha-Pfanne und von steinzeitlichen Malereien in der Namib-Wüste.

Bruno Mattern führte die Besucherinnen und Besucher dann wieder zurück in die tiefen Abgründe des Nordens, stellte kurz seine Sternwarte vor und zeigte dann seine in der Lüneburger Heide entstandenen Aufnahmen vom Pelikannebel, NGC 81, 82 und 85, NGC 672, M 99 und M 98, M 101, M100, dem Galaxientrio im Löwen, M78, M 77 mit Kleinplaneten, M 74, M 33, NGC 891, NGC 7814, NGC 7331, dem Helixnebel, dem Cocoonnebel, NGC 6946, der Heringsgalaxie, NGC 8590, NGC 4244, NGC 2403, NGC 5005 und M 27. Einige der Bilder waren erst während einer Schönwetterkatastrophe im Frühjahr entstanden. Mit dem SQM konnte er dabei eine Grenzhelligkeit von fast 22 mag messen!

Uwe Freitag aus Lübeck beendete das Herbst-NAFT dann mit einem Vortrag über Leuchtende Nachtwolken, Halos, Nebensonnen, Dämmerungsphänomenen, Regenbögen und beeindruckenden Panoramen. Im Anschluss daran bestand noch die Möglichkeit, die Räume der Max-Koch-Sternwarte und die Kuppel mit dem 14"-Newton zu besichtigen. Außerdem gab es eine kurze Vorführung des an der Decke des Vortragsraumes installierten analogen Stellariums. Nach der offiziellen Verabschiedung durch Benjamin Rinna kam kurz die Frage auf, wo das kommende NAFT im Frühjahr stattfinden soll. Ein Ergebnis wurde an diesem Abend aber noch nicht erzielt.

Es war nun kurz vor 19 Uhr und wir stellten fest, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zur Abfahrt des Zuges um 19:10 Uhr schaffen würden. Daher beschlossen wir, sehr gut durch die Cuxhavener Verpflegung versorgt, in einer auf dem Weg liegenden Kneipe einzufallen und noch das eine oder andere Bierchen, Alsterwasser oder Cola zu uns zu nehmen. Hier hätte man sich auch noch länger aufhalten können, aber wir wollten den Zug um 20:10 Uhr nehmen, der dann auch schon auf dem Cuxhavener Kopfbahnhof auf uns wartete.

Ähnlich stressfrei wie die Hinfahrt verlief auch der Rückweg nach Hamburg. Klönen oder Bilder auf dem Netbook gucken, ließen die Fahrt kurzweilig und interessant erscheinen. Ein schöner NAFT-Tag war zu Ende. Eine Superverpflegung, schöne Vorträge und eine mehr als entspannte Atmosphäre führten zu einem rundum gelungenen Tag!


Bilder von Bernward Große:

Foto von Bernward Große: Einzutragen

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Bild von Carolin Liefke:

Foto von Carolin Liefke: Torte

Foto von Carolin Liefke: Torte

 

Bilder von Hartwig Lüthen:

Foto von Hartwig Lüthen: Sternwarte

Foto von Hartwig Lüthen: Sternwarte

Foto von Hartwig Lüthen: Konsum

Foto von Hartwig Lüthen: Konsum

Foto von Hartwig Lüthen: Zug

Foto von Hartwig Lüthen: Zug

Foto von Hartwig Lüthen: Bäcker

Foto von Hartwig Lüthen: Bäcker